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Aachen wird Teil der EU-Mission „100 klimaneutrale und intelligente Städte bis ins Jahr 2030“

  • Die Europäischen Union wird die Stadt Aachen zusammen mit 99 weiteren Städten in Europa dabei unterstützen, bis ins Jahr 2030 zu einer klimaneutralen, innovativen und vorbildlichen Kommune zu werden.
  • Für die 100 ausgewählten Kommunen stehen über ein spezielles Förderprogramm Geldmittel in Höhe von 360 Millionen Euro bereit.
  • Die Stadt wird Initiativen, Interessenvertretungen und wissenschaftlichem Know-how in den Prozess einbinden. Denn nur, wenn die gesamte Stadtgesellschaft mitmacht, ist das Ziel zu erreichen, bis ins Jahr 2030 klimaneutral zu werden.

Die Stadt Aachen hat sich im Januar 2022 zusammen mit 377 weiteren europäischen Städten bei der EU-Kommission für die Mission „Climate-Neutral and Smart Cities by 2030“ beworben. Die Stadt konnte mit ihrer Bewerbung überzeugen und wird nun, gemeinsam mit 100 anderen Städten, von der Europäischen Union (EU) auf ihrem Weg in Richtung klimaneutrale Stadt 2030 unterstützt.
  

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Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen (M.), Stadtbaurätin Frauke Burgdorff (l.) und Klimadezernent Heiko Thomas (r.) sind froh darüber, dass die Stadt Aachen von der Kommission der Europäischen Union dabei unterstützt wird, bis ins Jahr 2030 zu einer klimaneutralen, innovativen und vorbildlichen Kommune zu werden. © Stadt Aachen/Soner Dündar

  

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen freut sich über diesen Erfolg: „Es ist uns eine große Ehre, Teil dieser Mission zu sein!“. Sehr wichtig ist der Stadt, die ganze Stadtgesellschaft auf dem Weg zur Klimaneutralität mitzunehmen. Dafür sollen auch Foren eröffnet werden, bei denen Bürger*innen sich beteiligen können. „Wir werden die Maßnahmen nur in der nötigen Wucht umsetzen können, wenn wir das im Schulterschluss mit den Bürgerinnen und Bürgern machen. Denn jede und jeder Einzelne kann etwas tun, um zur Klimaneutralität beizutragen“, sagt Oberbürgermeisterin Keupen.

Die EU-Kommission stellt für die Mission „100 Climate-Neutral and Smart Cities by 2030“ im Rahmen der Förderkulisse HORIZON Europe 360 Millionen Euro bereit. Die „Cities Mission“ will 100 europäische Städte dabei unterstützen, mit einem hohen Grad an Innovation Klimaneutralität bis ins Jahr 2030 zu erreichen und somit zu Vorbildern für alle europäischen Städte zu werden.

Nächster Generation ein sicheres Leben ermöglichen
Die Dezernentin für Stadtentwicklung, Bau und Mobilität Frauke Burgdorff betont, dass der Erfolg dieser Mission von großer Bedeutung für zukünftige Generationen sei, und blickt optimistisch auf die kommenden Jahre. „Wir ermöglichen der nächsten Generation ein sicheres Leben. Das ist kein Verzicht, sondern eine schöne Aufgabe. Diese Aufgabe ist ein Geschenk“, sagt Stadtbaurätin Burgdorff.

Zu den ausgewählten neun deutschen Städten gehören neben Aachen auch Dortmund, Dresden, Frankfurt/Main, Heidelberg, Leipzig, Mannheim, München und Münster. Viele europäische Großstädte verfolgen ebenfalls die gleichen ambitionierten Klimaschutzziele wie Aachen, darunter sind Amsterdam, Kopenhagen, Lissabon, Madrid, Paris, Rom und Stockholm.

Der Dezernent für Klima und Umwelt, Stadtbetrieb und Gebäude Heiko Thomas verweist auf die Vorreiterrolle der Städte im Klimaschutz: „Die Lösungen für den Klimaschutz müssen vor allem in den Städten gesucht werden. Wir Städte müssen zeigen, wie es richtig geht.“ Ein Großteil der Emissionen klimaschädlicher Gase geht laut Thomas von den Städten aus, weshalb ihnen eine besondere Verantwortung zukommt.

Kommunen müssen zeigen, wie es richtig geht
Die Stadt Aachen hat sich - ganz im Sinne dieser EU-Mission - zur Kohlendioxid (CO2)-Neutralität ab 2030 bekannt: mit einem Ratsbeschluss vom 22. Januar 2020 und weil sie ihr Klimaschutzziel dadurch erreichen möchte, dass sie sich am global zulässigen CO2-Restbudget (Ziel von Paris) orientiert. Der Ausschuss Umwelt und Klima hatte am 18. Januar 2022 zudem bekräftigt, dass die Intention der EU-Mission mit dem städtischen Klimaschutzziel übereinstimmt. Er hatte damals beschlossen, im Falle einer Auswahl für die EU-Mission einen sogenannten „Climate City Contract“ aufzustellen.

„Wir müssen und wollen mit allen interessierten Menschen einen gemeinsamen Aachener Klimastadtvertrag entwickeln“, erläutert Umweltdezernent Heiko Thomas: „Wir müssen verbindlich sein in dem, was wir erreichen wollen. Denn Klimaschutz und Klimaanpassung werden zunehmend zu zwei Seiten einer Medaille.

Deshalb wird die Stadt ihr Profil als Klimaschutz-Stadt im Schulterschluss mit vielen Aktiven und Institutionen in der Stadt schärfen. Sie hat dabei strategisch wichtige Bereiche wie Erneuerbare Energien, Gebäudeeffizienz, Wärmewende, klimafreundliche Mobilität und Flächenmanagement bis hin zu energieeffizientem Gewerbe und Konsum im Blick. All diese Themen sollen in einem ambitionierten Klimaschutzplan vorkommen, der von einer breiten Öffentlichkeit mitgetragen wird.

Stadtgesellschaft muss mitmachen
Die EU wird die ausgewählten Missions-Städte dabei unterstützen, eine Strategie und zielführende Strukturen zu entwickeln, einen Aktionsplan aufzustellen und Bürger*innen und Interessenvertreter*innen einzubinden. Auch ein bevorzugter Zugang zu einer Vielzahl von Finanzierungsmöglichkeiten über EU-Programme wird in Aussicht gestellt.

Die Stadt wird auf dieser Grundlage Initiativen, Interessenvertretungen und wissenschaftlichem Know-how einbinden. Dadurch soll klar werden, dass die gesamte Stadtgesellschaft und damit alle Menschen, die in Aachen wohnen, sich engagieren und mitmachen müssen, damit die Stadt das Ziel Klimaneutralität bis ins Jahr 2030 auch wirklich erreicht. „Es ist ganz wichtig, dass nicht nur die Stadt Angebote macht und die Infrastruktur verbessert, sondern dass auch die Menschen in Aachen das als ihre Mission begreifen. Klimaneutralität kriegen wir vor allem miteinander hin“, sagt Stadtbaurätin Burgdorff.

Aachen hat den Willen und die nötigen Ideen, um bis 2030 klimaneutral zu werden. Mit ihrer Teilnahme an der EU-Mission „100 Climate-Neutral and Smart Cities by 2030“ setzt die Stadt Aachen ein weiteres, starkes Zeichen auf ihrem Weg zur klimaneutralen Stadt von Morgen.

Weitere Informationen unter:

Herausgegeben am 04.05.2022

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