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„Lust der Täuschung“ – ein sensationeller Erfolg!

Am 30. Juni 2019 endete die Ausstellung „Lust der Täuschung. Von antiker Kunst bis zur Virtual Reality“ im Ludwig Forum Aachen. Nach 18 Wochen Laufzeit ist die Bilanz außergewöhnlich. Mit rund 45.000 Besuchen und zusätzlich enorm vielen Kunstvermittlungsangeboten ist die Ausstellung die erfolgreichste seit Bestehen des Ludwig Forums. Die Zahl ist mehr als dreimal so hoch wie vorangegangene Blockbuster-Ausstellungen des Hauses, und der Katalog war noch vor Ende der Ausstellung restlos ausverkauft.

Das Ausstellungsprojekt:
Mehr als zwei Jahre lang hatte sich das Ludwig Forum für Internationale Kunst gemeinsam mit der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München mit einem zentralen Thema der Kunstgeschichte auseinandergesetzt – mit dem Phänomen der Illusion und der Täuschung in der Kunst. Es entstand eine außergewöhnliche Schau, die die Besucher narrte, überraschte, erstaunte und ihnen das Vergnügen bereitete, den täuschenden Trick entlarven zu können.

Erstmals in der Geschichte des Ludwig Forum wurden auch historische Zeugnisse der Frühzeit integriert, die die Täuschung um archaische kulturanthropologische Schnittstellen interdisziplinär erweiterten: Die Zeitreise durch die Jahrtausende begann mit einer 4.500 Jahre alten altägyptischen Tür, die, entgegen der Erwartung, aus Stein und eben nicht, wie es scheint, aus Holz ist. Dem gegenüber lockte Monika Sosnowskas Installation von 2017 mit ihrem unendlich lang scheinenden kafkaesken Korridor in die Tiefe und widersetzte sich gleich beim Betreten des Kunstwerks unserem Sinn für Logik und unserer visuellen Kompetenz. Auf diese Weise machten pointiert gesetzte Arbeiten zeitgenössischer Künstler*innen und hochkarätige historische Leihgaben eindrucksvoll sichtbar, was sich Künstler*innen Jahrhunderte lang einfallen ließen, um unsere Sinne zu irritieren, uns zu verblüffen, geistreich zu beeindrucken, spielerisch zu verführen, uns in der Betrachtung zu fesseln und vor allem um ihre Meisterschaft zu beweisen.

Unter den rund 100 ausgestellten Kunstwerken waren Leihgaben von 73 verschiedenen Institutionen, darunter bedeutende internationale Museen, Galerien, Privatsammlungen und Künstler*innen aus Europa, den USA und Japan.

Führungen und Vermittlung
5036 Personen haben an Führungen in deutscher, englischer, französischer und niederländischer Sprache für Schulen, Kindergärten und Erwachsenengruppen teilgenommen. Dazu kamen flankierende Angebote in der Künstlerwerkstatt, Workshops, Lehrerveranstaltungen und Kindergeburtstage. An vier Tagen der Woche konnten die Besucher*innen zudem künstlerische Arbeiten mit Virtual Reality selbst ausprobieren, betreut von freundlichen und technisch versierten Hilfskräften.

Vorträge und Performances
Im Rahmenprogramm fanden Vorträge renommierter Gastredner statt: Prof. Dr. Alexander Markschies, Leiter Kunsthistorisches Institut RWTH Aachen, Prof Dr. Leif Kobbelt, Professor für Informatik mit dem Spezialgebiet Computergrafik, Dr. Jürgen Kippenhan, Philosophisches Institut der RWTH und Logoi, Institut für Philosophie und Diskurs, Prof. Dr. Astrid Rosenthal-von der Pütten, Lehrstuhl für Technik und Individuum, Institut Human Technology Center der RWTH Aachen, Manuel Roßner, Künstler und Begründer der virtuellen „Float Gallery“, Prof. Dr. Max Kerner, Lehrstuhl für Mittlere Geschichte an der RWTH Aachen University, a.d.. Außerdem Uraufführungen der Kompositionen von Kindern und Jugendlichen zu Exponaten der Freien Musikschule music loft Aachen e.V. sowie die Performances des Künstlers Constantin Leonard von der Medienhochschule Köln und des Aachener Künstlers Roland Mertens. Zudem gab es noch die Feier anlässlich der Verleihung der Auszeichnung Museum des Jahres 2018 durch die AICA.

Herausgegeben am 10.07.2019 von:

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Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
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