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Gedenkfeier auf dem Friedhof Hüls

Seit 2013 organisiert das städtische Ordnungsamt Gedenkfeiern für in unserer Stadt verstorbene Menschen ohne direkte Angehörige. In diesem Jahr waren zu der Feierstunde auf dem Friedhof Hüls rund 100 Menschen erschienen, offensichtlich Freunde, Bekannte oder Nachbarn, aber auch Angehörige der Verstorbenen und Aachener Bürgerinnen und Bürgern, die den zumeist einsam Verstorbenen ein würdiges Erinnern bereiten wollten. Stadtdirektorin Annekathrin Grehling hielt in diesem Jahr die Gedenkrede für die Verstorbenen und fasste zusammen, dass unsere Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger sich mit Respekt und Anteilnahme auch von den verstorbenen Menschen verabschieden wollen, die am Ende ihres Lebens wohl häufig alleine waren. „Auch ihrer wollen wir gedenken, auch von ihnen wollen wir uns in Würde verabschieden.“ Grehling mahnte: „Wir wollen dabei auch nicht übersehen, was wir in unserer Nähe, in unserem Umfeld und für jeden Einzelnen tuen können. Bei den großen Ereignissen unserer Tage darf man nicht vergessen, man muss sich kümmern. Es gehört zur Kultur unserer Stadt und ist aus ihr nicht wegzudenken!“

182 Kerzen waren es, die nach der Gedenkrede entzündet wurden. Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung verlasen dabei die Namen der Verstorbenen, 182 Menschen, die in der Zeit vom 1. April 2018 bis zum 22. April dieses Jahres gestorben waren und um deren Beisetzung sich das Ordnungsamt kümmern musste, weil kein direkter Angehöriger zu finden war oder weil die Angehörigen aus welchen Gründen auch immer nicht in der Lage waren, ihrer Bestattungspflicht nachzukommen.

Der ökumenische Arbeitskreis Bestattungskultur in Aachen, bestehend aus Mitgliedern der evangelischen und katholischen Kirche hatte gemeinsam mit der Stadt Aachen diese Feier, die unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Marcel Philipp steht, ausgerichtet. Eine Traueranzeige mit den Namen der Verstorbenen war am 11. Mai in den beiden Aachener Tageszeitungen erschienen. Der Zeitungsverlag Aachen veröffentlicht diese Anzeige kostenfrei. So können auch Hinterbliebene und frühere Freunde oder Bekannte auf die Gedenkfeier aufmerksam gemacht werden oder Menschen, die unter Umständen bislang noch gar nichts vom Tod eines Einzelnen erfahren hatten. Die Gedenkfeier wurde gestaltet durch die evangelische Pfarrerin Bettina Donath-Kreß, Regionalvikar Pfarrer Frank Hendriks und Pastoralreferentin Gabriele Eichelmann von der katholischen Kirche. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Stadtverwaltung hatten dabei ebenfalls mitgewirkt.

Bezirksbürgermeisterin Marianne Conradt, Personal- und Organisationsdezernent Dr. Markus Kremer und weitere Vertreter aus Politik und Stadt verlasen im Rahmen der Gedenkfeier die Namen der 182 Verstorbenen. Zugleich wurde beim Verlesen ein Gedenklicht für jeden Verstorbenen angezündet.

Der Vielharmonische Chor Roetgen bot unter der Leitung von Maria Regina Heyne einen würdigen und festlichen musikalischen Rahmen für die Totengedenkfeier.

In Aachen finden vom Ordnungsamt der Stadt veranlassten Bestattungen in der Regel auf dem Friedhof Hüls statt. Die Verstorbenen erhalten meist ein Reihengrab auf einem Gemeinschaftsgrabfeld. Die Grabstätten werden mit Holzkreuzen versehen, die mit den Namen und Lebensdaten der Verstorbenen beschriftet werden. Der Aachener Stadtbetrieb übernimmt die Grundpflege für das Gräberfeld.

Niemand wird anonym bestattet. Zerfällt das Holzkreuz, wird der Name des dort beigesetzten Verstorbenen in Steine graviert. „Die Steine sind bleibende Zeichen. Sie zeigen, dass der Mensch im Leben zu uns gehört hat und auch im Tod nicht vergessen wird.“, so würdigte Oberbürgermeister Philipp seinerzeit die Idee. Diese Pflastersteine bilden einen Weg und führen gemeinsam zu einem großen Kreuz. Der mit den Gedenksteinen gepflasterte Weg wird auch als ‚Weg der Erinnerung‘ bezeichnet.

Aber: Zur Finanzierung der Steine und deren Beschriftung sind dringend auch Spendenmittel erforderlich. Denn Jahr für Jahr müssen annähernd 100 zerfallende Holzkreuze ersetzt werden. Für alle, die die Aktion „Namenspaten“ unterstützen wollen, hat die evangelische Kirchengemeinde Aachen ein Spendenkonto bei der Sparkasse Aachen eingerichtet, IBAN: DE42 3905 0000 0000 0002 16, BIC: AACSDE33. Auf Wunsch können Spendenquittungen ausgestellt werden. Wer den Namen eines bestimmten Verstorbenen eingravieren lassen möchte, kann bei der Einzahlung seiner Spende diesen Namen unter „Verwendungszweck“ angeben.

Herausgegeben am 22.05.2019 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
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