Betriebs-Kindertagesstätte im Gewerbegebiet Eilendorf-Süd geplant / 25.10.2011
Auf Einladung des Aachener Oberbürgermeisters trafen sich in der zweiten Oktoberwoche führende Aachener Unternehmensvertreter und -vertreterinnen zur dritten Sitzung des Innovationskreises Wirtschaft. Das zentrale Thema war die Entwicklung einer flexiblen Kinderbetreuung in Aachen.Alle Beteiligten waren sich darüber einig, dass eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und des Mangels an Fachkräften eines der gesellschaftlichen Schlüsselthemen sei. Familienfreundlichkeit trägt entscheidend sowohl zur Attraktivität von Städten und Gemeinden als auch zur Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen bei.
Auf Initiative einiger namhafter Aachener Unternehmen wird in räumlicher Nähe zum Gewerbestandort Eilendorf-Süd/Rothe Erde, koordiniert durch den Aachener Familienservice des Fachbereiches Wirtschaftsförderung/Europäische Angelegenheiten und unter Beteiligung des Fachbereiches Kinder, Jugend und Schule, nunmehr eine betriebliche Kindertagesstätte entwickelt, die zeitnah ihre Pforten öffnen soll. Größtmögliche Flexibilität, insbesondere hinsichtlich der Öffnungszeiten, sowie Elternbeiträge, die sich an den kommunalen Sätzen orientieren, sind notwendige Rahmenbedingungen dieser Public-Private-Partnership. Die Einrichtung soll nicht nur den Kindern von Mitarbeitenden der Unternehmen aus Aachen sondern auch Einpendlerkindern und Kindern aus der Umgebung zur Verfügung stehen: Aufgrund der Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze in Aachen eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.
In der Sitzung des Innovationskreises Wirtschaft wurden nunmehr die nächsten Schritte zur Weiterentwicklung der „Betriebskita“ festgelegt. Neben der abschließenden Klärung des genauen Standortes, der konkreten Ermittlung der Investitions- und Betriebskosten sowie deren Aufteilung auf Unternehmen und öffentliche Hand gelten das Herbeiführen der notwendigen politischen Beschlüsse und die Erlangung der Betriebserlaubnis über das Landesjugendamt als weitere wichtige Ziele des Zukunftsmodells.
Dass dem Ausbau der betrieblichen Kinderbetreuung eine erhebliche Bedeutung zukommt, ist auch ein Ergebnis einer Studie des Forschungszentrums Familienbewusste Personalpolitik (FFP), die gerade auf einer Pressekonferenz des Familienministeriums Nordrhein-Westfalen vorgestellt wurde. Darin erklärten 60 Prozent der Befragten, dass sich die Möglichkeit, Familie und Beruf miteinander zu verbinden, in den vergangenen Jahren in Nordrhein-Westfalen zwar grundsätzlich verbessert habe, bei konkreten familienfreundlichen Maßnahmen allerdings noch viel zu tun sei.
